Tipps & Tricks

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von A bis Z

Aitel (Döbel)

Aitel sind sehr anpassungsfähig und leben in fließenden und auch stehenden Gewässern. Jungfische halten sich meist noch in großen Schwärmen oberflächennah auf und erbeuten Anflugnahrung. Große Aitel leben vorwiegend einzeln an Unterständen wie überhängenden Bäumen und Sträuchern. Er ist ein Allesfresser und ernährt sich von Insekten, deren Larven, Schnecken, Muscheln und Würmern, manchmal auch von Pflanzen. Größere Exemplare fressen auch kleinere Fische und Amphibien. Das Mindestfangmaß ist 25 cm. Schonzeit von 16.03. bis 31.05.

Anfüttern                                                                                          nennt man das Anlocken der Fische mit Fischfutter, das ins Wasser geworfen wird. Ist in vielen Gewässern nicht gerne gesehen oder sogar verboten. Wird eher beim Angeln auf Karpfen gemacht, um die Fische an einen bestimmten Köder zu gewöhnen. Beim Angeln auf Forellen eigentlich nicht notwendig.


Anschlagen                                                                               ruckartiges Hochziehen der Angel nach einem Biss, um den Haken zu fixieren. Sollte nur kurz und mit etwas Gefühl gemacht werden. Aber auch nicht zu früh nach einem "Zupfer", denn sonst zieht man dem Fisch den Köder weg.


Äsche                                                                                                   Die Äsche ist heute in vielen Gewässern ein seltener Fisch. Sie benötigt klares, kühles Wasser und wächst eher langsam. Auffälligstes Merkmal der Äsche ist die Rückenflosse, die so genannte Äschenfahne. Sie ist bei den männlichen Äschen stärker nach hinten ausgezogen als bei den Weibchen. Geangelt wird die Äsche oft mit künstlichen Fliegen, da der Fisch gerne Nahrung von der Wasseroberfläche aufnimmt. Aber auch mit Maden, Würmern oder den Larven von Köcherfliegen sind sie zu fangen. Das Mindestfangmaß ist 30 cm. Schonzeit von 01.03. bis 30. 04.

Auftriebsmittel                                                                                  eine Kugel aus Styropor, die am Vorfach befestigt wird, damit der Köder über dem Grund schwebt. Zum einen, damit der Köder leichter von den Fischen gesehen, und zum anderen nicht von den Krebsen gefressen wird.


Auswerfen                                                                                            da man ja nicht weiß, wo die Fische stehen oder vorbeischwimmen, empfiehlt es sich, eine Angel weiter draußen und eine eher in Ufernähe auszuwerfen. So sucht man, wo sich die Fische befinden. Mit der Zeit kennt man dann die verschiedenen Plätze und wo die besten Erfolgsausichten bestehen.


Bachforelle                                                                                          Sie ist in weiten Teilen Europas ein begehrter Speisefisch, und bevorzugt fließende und sauerstoffreiche Gewässer mit klarer Wasserqualität. Als Raubfisch ernährt sich die Bachforelle überwiegend von tierischer Kost. Sie erbeutet kleinere Fische ebenso wie Insekten, Schnecken, Larven und anderen im Wasser lebenden Kleintiere. Bachforellen sind revierbezogene Tiere, die oft ruhig im Wasser verharren und darauf warten, dass Beute an ihnen vorbeischwimmt. Auch die Bachforelle wird gerne mit Maden, Würmern und auch mit Kunstköder gefangen. Das Mindestfangmaß ist 26 cm. Schonzeit ist von 16.09. bis 15.03.

Barbe                                                                                                   Die Barbe ist eine strömungsliebende Fischart, lebt gesellig und hält sich oft in Bodennähe auf. Die Flussbarbe hat ein rüsselartiges Maul mit fleischigen Lippen und vier dicken Barteln. Sie gehen am Tag wie auch in der Nacht auf Nahrungssuche und ernähren sich von Wasserinsekten, Larven, Würmern, Schnecken, aber gelegentlich auch Fischbrut. Die Barbe ist zwar bei der Köderaufnahme sehr vorsichtig, sobald sie jedoch gehakt ist, glänzt sie durch kühne Fluchten und große Ausdauer. Weibchen sind in der Regel größer als Männchen. Mindestfangmaß ist 35 cm. Schonzeit von 01.05. bis 15.06.

Bienenmaden                                                                                     sind bei Forellen und Barschen und auch bei vielen anderen Fischen und somit auch bei Fischern sehr beliebt. Man kann nur eine oder auch mal zwei oder drei auf den Haken hängen. Einziger Nachteil ist, dass sie nur ein paar Tage haltbar sind und man somit immer wieder frische braucht.


Biss                                                                                                   einen richtigen Biss einer Forelle kann man eigentlich nicht übersehen, da sich die Angel immer plötzlich und ruckartig nach unten bewegt. Manche Forellen zupfen zuerst einmal am Köder und lassen dann wieder los. Dabei bewegt sich die Angel nur ganz leicht. Hier sollt man noch kurz warten. Wenn die Forelle nach 2-3 Sekunden richtig zubeisst, und sich die Rute stark nach unten biegt, ist es Zeit anzuschlagen und sie zu drillen.


Blei                                                                                                       um auf Grund zu fischen, benötigt man ein Blei, damit das Vorfach mit Haken und Köder dort liegen bleibt, wo man die Fische vermutet. Je mehr Strömung der Fluß hat, umso schwerer sollte das Blei sein. In der Traun werden meist 20, 30, 40 oder 50 Gramm benötigt, je nachdem, ob eher nahe am Ufer oder mehr in der Mitte geangelt wird, selten 70 oder 80 Gramm.


Blinker                                                                                                 Blinkern oder Spinnfischen nennt man das auswerfen und dann gleich wieder einholen eines Kunstköders. Dabei drehen sich kleine Blättchen im Wasser und darauf reagieren Räuber wie Forellen, Hechte und Barsche. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Arten, Farben und Größen.


Drill                                                                                                    beim Drillen, also Heranholen eines Fisches, sollte man Ruhe bewahren und unbedingt darauf achten, dass die Schnur immer "auf Zug" ist, also schön gespannt ist. Sonst kann es passieren, das sich der Fisch durch Drehen und Springen vom Haken lösen kann. Bei schwereren Fischen nicht mit der Rolle ziehen, sondern mit der Rute den Fisch langsam näher ziehen und dann die Schnur einholen. Und das dann immer wiederholen. Bei kapitalen Fängen kann so ein Drill auch mal 20 bis 30 Minuten dauern.

Flussbarsch                                                                                        Der Flussbarsch ist ein geschätzter und schmackhafter Speisefisch. Sein Fleisch ist sehr mager und eiweißreich. Seine durchschnittliche Größe beträgt ca. 10 cm bis 30 cm. Er kann bis zu 60 cm lang und 5 Kg schwer werden. Der Flussbarsch ernährt sich als Jungfisch von Plankton und Kleintieren wie Insektenlarven, Würmern und Kleinkrebse. Erwachsene Flussbarsche spezialisieren sich mehr auf Fischbrut und kleinere Fische. Als Köder werden hier Bienenmaden und Würmer empfohlen. Auch mit dem Blinker wird er oft gefangen. Mindestfangmaß ist 10 cm, Schonzeit von 01.02. bis 31. 05.

Forellenteig                                                                                        hier gibt es eine große Auswahl an Farben und Farbmischungen. Im Teig sind auch Duftstoffe und jede Menge Glitzerteilchen. Diese sollen den Fisch anlocken. Der Teig wird als Kugel um den Haken geformt, sodass dieser nicht mehr sichtbar ist. Die Kugel sollte aber nicht viel größer als ein 2 Cent Stück sein. Empfohlen wir von manchen Anglern auch eine kleine Schaufel zu formen. Damit soll sich der Köder in der Strömung drehen und durch die Bewegung unwiderstehlich für die Forelle werden.


Haken                                                                                                  der Haken ist wohl ein wesentlicher Teil beim Angeln. Es gibt ihn mit und ohne Widerhaken (Schonhaken) und für so gut wie jede Fischart. Für Forellen nimmt man Hakengröße 10, 8 oder 6. Oft werden Haken schon fertig gebunden mit Vorfach angeboten.


Hakenlöser                                                                                          um nach dem Keschern und Landen den Fisch vom Haken zu befreien, gibt es viele verschiedene Arten von Hakenlöser oder man nimmt eine Zange.


Hängenbleiben                                                                               Leider passiert es in einem fließenden Gewässer immer wieder, dass das Blei oder der Haken am Grund an Steinen, Pflanzen oder größeren Ästen hängenbleibt. Oft gelingt es einem - wenn es möglich ist, aus verschiedenen Richtungen zu ziehen - die Schnur doch noch zu lösen. Sonst bleibt nichts anderes übrig, als abzureissen.


Hauptschnur                                                                                       das ist die Schnur die auf der Rolle ist, dann durch die Ösen der Angelrute geführt wird und am Ende ein Karabiner verknotet wird. Die gibt es als monofile Schnur oder besonders Reißfest als geflochtene Schnur. An der Traun werden hauptsächlich monofile Schnüre mit Stärken von 0,18 bis 0,25 verwendet.


Hecht                                                                                                  Der Hecht ist ein Standfisch und hält sich gerne in Ufernähe von Fließgewässern, Seen und Teichen auf. Er ist ein sehr aggressiver Raubfisch, schießt seiner Beute hinterher und schnappt dann zu. Hechte fressen Fische aller Art und scheuen auch nicht vor ihren eigenen Artgenossen zurück. Selbst Frösche, Vögel und kleine Säugetiere gehören zu ihrer Beute. Damit die paarungswilligen Männchen keine Fressopfer der Weibchen werden, haben diese während der Paarung eine Fresshemmung. Ein Stahlvorfach wird hier empfohlen. Das Mindestfangmaß ist 60 cm. Schonzeit von 01.02. bis 31.05.

Karabiner                                                                                                 am Ende der Hauptschnur wird ein Karabiner befestigt. Hier lässt sich dadurch ganz einfach das Vorfach, aber auch das Blei, ein Schwimmer oder auch ein Blinker oder Wobbler befestigen bzw. auch einfach und schnell wieder wechseln. Auch beim Karabiner gibt es natürlich verschiedene Arten, Formen und Größen.


Karpfen                                                                                         Karpfen leben im warmen, flachen Süßwasser von Teichen, Baggerseen und langsam strömenden Bereichen von Flüssen. Als Friedfisch ernährt sich der Karpfen hauptsächlich von am Boden lebenden Kleinlebewesen wie Insektenlarven, Schnecken und Würmern. Er ist ein beliebter Speisefisch z.B. zu Weihnachten. Deshalb geht ein großer Teil der Produktion aus der Teichwirtschaft in den Markt für Speisefische. Karpfen werden mit einer Vielzahl an Ködern mit allen möglichen Geschmacksrichtungen gefangen. In der Traun wurden schon Exemplare mit über 20 Kg gefangen. Das Mindestfangmaß ist 35 cm. Schonzeit von 01.05. bis 31.05.

Kescher                                                                                                um den Fisch möglichst schonend zu bergen(landen), wird er mit einem Kescher (Netz) an Land gebracht. Das Netz sollte keine zu großen Maschen haben, damit sich der Fisch mit seinen Flossen nicht verhaken kann. Auch eine gewisse Mindestlänge von 1,5 bis 2 Meter wird empfohlen. Diese haben meist eine Teleskopstange und sind somit leicht zu transportieren.


Mindestfangmaß                                                                                  für jeden Fisch und jedes Gewässer gibt es ein Mindestmaß (auch Brittelmaß), dass ein gefangener Fisch haben muss, um ihn mitnehmen zu können. Untermassige, also zu kleine Fische, müssen - egal ob lebend oder tot - wieder ins Wasser zurück gesetzt werden. So wie diese Bachforelle mit garade mal 24 cm. Die wurde nach dem Foto vorsichtig vom Haken befreit und dann zurückgesetzt und schwimmt wieder in der Traun.


Regen                                                                                                dass bei Regen die Fische besser beissen ist ein Mythos, den fast jeder kennt. Das soll damit zutun haben, dass bei Regen Insekten von Bäumen und Sträuchern, die über das Wasser hängen, gespült werden. Trifft für gezüchtete Fische eher nicht zu, da diese ihr Futter von einem Automaten und immer zur selben Zeit erhalten. Aber versuchen kann man es natürlich immer.


Regenbogenforelle                                                                              Mit ihrem prächtig gefärbtem Schuppenkleid zählt sie zu den schönsten Fischarten in unseren Gewässern. Im Alter von etwa zwei Jahren werden Regenbogenforellen geschlechtsreif. Sie ziehen bei der Nahrungssuche im Gewässer umher und legen dabei auch größere Strecken zurück. In den frühen Morgen- und Abendstunden ist sie in der Regel sehr aktiv mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. Die Regenbogenforelle wird mit Bienenmaden, Würmern, Forellenteig aber auch mit Blinker als Köder gefangen. Immer wieder werden Exemplare mit 2 bis 2,5 Kg in der Traun gefangen. Das Mindestfangmaß ist 26 cm. Schonzeit von 01. 12. bis 15.3.

Rutenhalter                                                                                          um die Angelrute nicht ständig halten zu müssen, empfiehlt sich ein Rutenhalter. So kann man die Rute ablegen, und sie ist bei einem Biss jederzeit sofort griffbereit. Auch hier gibt es verschiedenen Arten und eine Vielzahl von Ausführungen.


Saibling                                                                                       Saiblinge gehören zur Familie der Lachsfische und gelten als hervorragende Speisefische. Sie bevorzugen in der Regel kaltes, klares Süßwasser. Der Körperbau ist stromlinienförmig und zeichnet sich durch eine außerordentliche Vielfalt der Arten aus. Beim Bach - oder Seesaibling ist der helle Streifen unterhalb der Floßen markant. Sie lassen sich ähnlich wie Forellen auch in Teichen, Becken und Kanälen aufziehen (Teichwirtschaft). Der Saibling wird mit Bienenaden, Würmern, Forellenteig aber auch mit Blinker als Köder gefangen. Das Mindestfangmaß ist 26 cm. Schonzeit von 16.09. bis 15.03.


Schwimmer (Pose)                                                                               Als Gegensatz zum Grundfischen ist das Angeln mit Pose.  Ein Schwimmer schwimmt an der Oberfläche des Wassers und darunter ist das Vorfach. Dieses kann ein bis zwei Meter lang sein und wird teilweise mit kleinen Bleikügelchen beschwert. So versucht man Fische in den oberen Regionen des Flußes oder auch ganz nahe am Ufer zu Fangen. Es gibt eine sehr große Auswahl an verschiedenen Schwimmern. Schön anzusehen ist, wenn ein Fisch am Köder zieht und der Schwimmer teilweise - und hier bemerkt man schon kleinste Zupfer - oder ganz unter Wasser gezogen wird.

Signalkrebs                                                                                          Mit 12 cm (Weibchen) bzw. 16 cm (Männchen) ist der Signalkrebs etwas kleiner als der Edelkrebs. Ursprünglich stammt er aus Nordamerika und wurde bei uns in den 60iger Jahren angesiedelt. Der Signalkrebs ist aggressiver als heimische Krebsarten und bei direkter Konkurrenz verdrängt er diese. Der Signalkrebs ist ein Allesfresser, der unter anderem Insektenlarven, Würmern und Schnecken sowie Pflanzen frisst. Er wird von Fischern wegen seines schmackhaften Fleisches mit einer Krebsreuse oder dem Krebsteller gefangen. Er gibt kein Mindestfangmaß und keine Schonzeit.

Strömung                                                                                               je nach Stärke der Strömung wird beim Grundfischen das Blei nach dem Auswerfen mehr oder weniger weit flußabwärts mitgerissen, bis es liegenbleibt. Das ist soweit ja in Ordnung, und mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, wo man hinwerfen muss, damit der Köder dann letztendlich dort liegt, wo man es gerne hätte.


Vorfach                                                                                                  ist die Schnur, woran der Haken befestigt bzw. gebunden wird. Das Vorfach sollte beim Angeln auf Forellen eine Länge ca. 120 bis 150 cm haben und eine Stärke von 0,18 bis 0,25. Dieses gibt es zum Selbstbinden und natürlich viel einfacher schon fertiggebunden.


Wels (Waller)                                                                                        Der Europäische Wels oder Flusswels ist der größte Süßwasserfisch Europas. Er besiedelt gerne große Flüsse und Seen mit schlammigem Grund. Welse sind stämmige Fische mit langgestrecktem Körper, großem, breitem Kopf und glatter, schleimiger und schuppenloser Haut. Welse erreichen, abhängig von ihrem Lebensraum, meist Körperlängen von 1,5 bis 2 Metern und dabei ein Gewicht von ca. 20 bis 60 Kg. Da die Tiere zeitlebens wachsen, können sie allerdings auch deutlich größer und schwerer werden. Mindestfangmaß 80 cm. Schonzeit von 01.06. bis 30.06.


Zeit                                                                                          grundsätzlich kann man zu jeder Tageszeit einen Fang machen. Es kommt natürlich auch auf den Zielfisch an. Als beste Zeit um Forellen zu fangen werden von vielen Fischern die Morgenstunden von ca. 5 Uhr (Sonnenaufgang) bis ca. 10 Uhr vormittags bevorzugt. Ebenfalls gute Erfolge kann man dann in den Stunden nachmittags von ca. 16 Uhr bis ca. 20 Uhr abends (bis Sonnenuntergang) erzielen.